
Die Band Wir sind Helden ist bekannt dafür, dass sie mit nichts anderem als ihrer Musik von sich reden machen wollen. Leider ist ihnen nun der Sprung in die Schlagzeilen gelungen. Und wer ist schuld? Die BILD-Zeitung und ihre "Bild dir Deine Meinung"-Werbekampagne! Denn nachdem die zuständige Werbeagentur bezüglich einer Teilnahme an der Werbekampagne bei der Band anfragte, richtete Sängerin Judith Holofernes einen offenen Brief an jene Werbeagentur - mit berechenbaren Folgen.
Den Brief stellte sie auf die Wir sind Helden-Homepage, wo alle ihn lesen konnten. Auf Grund der vielen Besucher, brauch der Server der Seite kurzzeitig zusammen. Inhaltlich kann man den Brief von Holofernes so zusammenfassen, dass sie alleine die Anfrage schon beleidigend fand und mit folgenden Worten kommentiert hat: "Ich glaub, es hackt". Deutliche und ehrliche Worte, die die Bild-Zeitung hören will. Das dachte sich die Werbeagentur wohl auch und benutzt seit heute den offenen Brief von Wir sind Helden als ganzseitige Werbeanzeige in einer großen Tageszeitung.
Unter der Anzeige kann man lesen: "BILD bedankt sich bei Judith Holofernes fur ihre ehrliche und unentgeltliche Meinung". Rechtliche Schritte will Holofernes laut Medienberichten aber nicht einleiten. Das würde dem Blatt vermutlich auch nur noch mehr Publicity verschaffen, was Wir sind Helden ja eigentlich vermeiden wollen. Eine Frage bleibt: Eigentlich sollte die Band 10.000 € für ihre Meinung erhalten, welche dann von der BILD an einen gemeinnützigen Zweck gespendet werden. Fraglich ist, ob diese 10.000 € dank der untentgeltlichen Meinung nun bei der BILD verbleiben oder trotzdem gespendet werden.
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