
Rammstein hat in Deutschland immer mal wieder Ärger mit den Behörden. Das hat man zuletzt beim Nummer-Eins-Album "Liebe Ist Für Alle Da" gesehen. Kurz nach der Veröffentlichung wurde es von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf den Index gesetzt. Nach einem halben Jahr wurde das Verkaufsverbot gerichtlich aufgehoben. Nun hat eine Behörde in München das ausverkaufte Konzert am 22. November verboten.
Grund für den Verbot soll der Totensonntag sein, welcher dieses Jahr auf den 22. November fällt. Für die verantwortliche Konzertagentur MCT kommt das Verbot vollkommen unverständlich. Nach deren Aussagen wurden in den vergangen Jahren mehr als 100 Konzerte an den stillen Tagen wie Aschermittwoch, Karfreitag, Allerheiligen oder am Totensonntag stattgefunden. Trotzdem musste man das Konzert von Rammstein nun um zwei Tage auf den 24. November verschieben.
Das Verwaltungsgericht hat das Verbot vorläufig bestätigt. Die Konzertagentur will aber gegen das Verbot juristisch vorgehen. Denn nicht nur gab es in den verganenen Jahren an den stillen Tagen Rock- und Popkonzerte, sondern auch in diesem Jahr. Offenbar gefällt dem Münchener Kreisverwaltungsreferat, in diesem Fall die zuständige Behörde, die Musik von Rammstein nicht. Die Tickets für das Konzert behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit. Wie bei jedem anderen Konzert das verschoben wird, hat man als Käufer aber das Recht sein Ticket zurückzugeben. Für viele Fans ist das die einzige Chance doch noch eine Karte für das ausverkaufte Konzert zu bekommen.
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