Es wird ein Samstag der Giganten, ein Wochenende der Superlative. "The love is back", soll heißen: die Loveparade in Berlin geht wieder an den Start. Und einige hundert Kilometer weiter heißt es dann "Be part of the night, dress in white" mit der dem zweiten großen DJ-Highlight, der "Sensation white" in der Veltins Arena Gelsenkirchen.
Somit dürften es an dem Samstag alle namhaften DJ's unterwegs sein, um Deutschland nach der WM kräftig einzuheizen. Und die Line-ups können sich wahrlich sehen lassen. Westbam in berlin, Sven Väth in Gelsenkirchen. Da fällt die Entscheidung schwer. Das Motto der Love parade jedenfalls, "The Love is back", konnte besser wohl kaum gewählt werden. Das Team der Loveparade GmbH hat mit Eifer und Leidenschaft an den Vorbereitungen gearbeitet und dafür gesorgt, dass wahr wird, was viele für unmöglich gehalten hatten: Am 15. Juli 2006 um 14 Uhr fällt der Startschuss zur neuen Loveparade mit der höchsten Anzahl an DJ's, die jemals in Berlin vertreten war (über 230).
Unter ihnen der jüngste DJ aller Zeiten: der 13-jährige Sascha, genannt RaveBoy, aus Brühl bei Heidelberg. Dem nicht genug. Der Gigantismus geht mit der größten Anzahl an unterschiedlichen Nationen, den umfassendsten Mix verschiedener Musikstile der Electronic Dance Music, der größten Beschallungsanlage der Welt und der größten Tanzfläche der Welt (250.000 qm) weiter. Und die Superlative am Rande: auch die Anzahl der Toiletten und behindertengerechten Sanitärbereiche wird so hoch wie nie zuvor sein.
Auf 40 Wagen, den so genannten "Floats", wird die phänomenale Parade entlang der Straße des 17. Juni bis zur Siegessäule ziehen, wo ab 18 Uhr das legendäre Line-Up beginnt. Mit dabei sind Clubkulturträger aus 17 Nationen, unter anderem Paul van Dyk, Tiësto, natürlich Westbam sowie Ricardo Villalobos geben sich dieses Jahr unter anderem auch der türkische Durchstarter DJ Onur Özer, Ewan Pearson aus England und Louis Osbourne, der Sohn von Ozzy Osbourne, die Ehre. Passend dazu ist auch der Titel der diesjährigen Hymne: "United States of Love”. Konzeptionell wurden weitere innovative Veränderungen auf der Loveparade vorgenommen.
Neben dem traditionellen Umzug werden elf stationäre Bühnen zur Verfügung stehen: New-Talent-Stages speziell für Nachwuchs-DJs, Undergroundfloors für die Szene und eine Bühne für Live-Acts mit Showcase-Charakter. Eine große Chill-Out-Area lädt darüber hinaus zum Entspannen ein. Geschätzte 2,5 Millionen kostet den Veranstaltern die neue Liebesparade. Mit dem Motto "Weniger Alkohol - mehr Spaß" will die Loveparade 2006 auch hinsichtlich des Alkoholkonsums und der Müllbeseitigung ein Zeichen setzen Und nach zahlreichen Beschwerden in der Vergangenheit, haben sich die neuen Macher der Loveparade gemeinsam mit der Bezirksverwaltung entschieden, die Loveparade 2006 schon 30 Minuten früher zu beenden. Dann nämlich wird in den Clubs weiter gefeiert.
Und wer nicht dabei sein kann oder dabei sein will (weil er zum Beispiel Karten für die Sensation white hat) , kann sich das Spektakel von 14 bis 17.15 Uhr auf RTL2 ansehen und von 17.15 bis 20 Uhr auf VIVA.
Wer den Samstag, 15. Juli, lieber in unschuldigem Weiß verbringen möchte, fährt nach Gelsenkrichen in die Veltins Arena zur Sensation white". Nach dem überwältigendem Erfolg der ersten "Sensation" im vergangenen Jahr wird sich zeigen, ob angesichts der Love Parade mit ähnlicher Resonanz zu rechnen ist. Das Programm vor Ort ist aber nicht minder interessant. Auch hier präsentieren sich die Dinosaurier der Techno-Szene, allen voran Sven Väth. Dresscode Weiß ist dabei natürlich Pflicht: für Besucher wie für DJ's.
Neben Sven Väth sind unter anderem Richie Hawtin, The Discoboys, Moguai, Felix da Housecat und auch The funky Chicken Club mit einem opulenten Showact mit dabei. Es lohnt sich also auf jeden Fall. Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und telefonisch unter 01805/4444 (12 cent/min.).
Und wer beides erleben will: vor der Sensation White kann man sich ja die Love parade in der Glotze anschauen.

