
Bereits seit Jahren hat Deutschland nicht mehr erfolgreich beim Eurovision Song Contest abschneiden können. Mit Lena soll in diesem Jahr alles anders werden. Längst hat man sich vom eingestaubten Grand Prix Urgestein Ralph Siegel verabschiedet und setzt auf frische Talente. Gemeinsam mit Entertainer und Produzent Stefan Raab suchte man bereits seit Ende des vergangenen Jahr nach unserem Star für Oslo. Eine Castingshow sollte also jemanden hervorbringen, der Deutschland würdig vertreten kann. Ob die Gewinnerin von "Unser Star für Oslo" Lena Meyer-Landrut, Künstlername nur Lena, den Erfolg bringen kann ist bislang ungewiss, die Zeichen stehen aber gut.
Bereits seit Wochen wird Lena bei den Buchmachern in England als die Kandidatin, mit den höchsten Siegchancen, geführt. Auch in den vergangenen Jahren haben die englischen Buchmacher richtig gelegen und bereits im Vorwege den Sieger als Favoriten gehandelt. Lena kann dort besonders mit ihrem Charme, ihrer einzigartigen Weise zu singen und ihrer frischen Art punkten. Natürlich spielt auch ihr Alter eine Rolle, doch nicht nur wir gehen mit einer sehr jungen Sängerin an den Start. Auch die Länder Aserbaidschan, Georgien und Schweden haben sich junge, hübsche Sängerinnen ausgesucht.
Aber nicht nur die Buchmacher in England rechnen Lena gute Chancen aus. Auch die Suchmaschine Google sagt, dass Lena die Künstlerin mit den höchsten Chancen ist. Die Suchanfragen aus anderen europäischen Ländern wurden ausgewertet und haben ergeben, dass Lena die meistgesuchte Person unter den Kandidaten ist. Doch wird ihr das auch etwas bei der Punktvergabe bringen? Gerade in den letzten Jahren war zu beobachten, dass sich die Osteuropäischen Länder die Punkte untereinander zugeschoben haben. Trotzdem konnte im vergangen Jahr mit Norwegen ein skandinavisches Land den Sieg holen. Und das mit einem guten Titel, der eingängig war und direkt im Kopf hingen blieb.
Genau so einen Song liefert Lena mit "Satellite". In Deutschland ist der Song weiterhin nicht aus den Charts und dem Radioprogramm wegzudenken. Seit dem Gewinn von Lena bei "Unser Star für Oslo" ist außerdem ein richtiger Medienhype entstanden. Und das, obwohl Lena alle Details aus ihrem Privatleben geheim hält. Was die Hannoveranerin leider nicht verheimlichen konnte, war ein Auftritt in einer RTL-Sendung, in welcher sie nackt vor der Kamera stand. Doch auch das konnte Lena, inzwischen Medienprofi, elegant herunterspielen.
Apropos Medienprofi: Bei einer ersten Pressekonferenz konnte sich Lena bereits der europäischen Presse zeigen und dabei ihr Schneewittchen-Image festigen. Sie kam süß und nett herüber, manchmal aber auch schon fast zickig. Man darf also gespannt sein, wie Lena beim Eurovision Song Contest abschneiden wird. Eins ist jetzt schon sicher: Sie polarisiert nicht nur in Deutschland, sondern wird auch in Europa für viele Diskussionen sorgen, egal ob sie gewinnt oder verliert. Erstmals seit Jahren scheinen wir jedenfalls wieder ganz oben mitspielen zu können.
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